Altersvorsorge für Auszubildende

Altersvorsorge Azubi
Altersvorsorge für Auszubildende

Für Auszubildende gibt es verschiedene Möglichkeiten der Altersvorsorge. Dabei gilt: Je früher du dich mit dem Thema beschäftigst, umso besser! Nachfolgend erfährst Du, welche 5 Möglichkeiten Du als Azubi hast deine Altersvorsorge anzufangen.

Für viele Schüler, Azubis und Studenten erscheinen die Themen Rente und private Altersvorsorge noch weit weg in die Zukunft. Doch das ist ein Irrtum, denn je später du anfängst für später vorzusorgen, desto mehr musst Du sparen. Die gesetzliche Rente allein reicht in den meisten Fällen nicht aus, um im Alter den Lebensstandard zu halten, den man während seines Berufslebens gelebt hat. An dem Tag in dem Du in Rente gehst, wird monatlich viel weniger Geld aufs Konto überwiesen. Wenn hier also weniger Geld zur Verfügung steht um seine Kosten zu decken, spricht man auch von „Altersarmut“. Daher ist es wichtig als Auszubildender seine Altersvorsorge jetzt anzupacken und bei Renteneintritt selbst über sein Vermögen zu verfügen. Grundsätzlich investiert Du als Auszubildender jeden Monat einen festen Betrag in deine Altersvorsorge. Im Laufe der Jahre wird die angesparte Summe immer größer. Und das Beste: Dein Geld "arbeitet" für dich. Durch Zinsen oder Kursgewinne wird dein Vermögen ganz von allein immer größer. 

Möglichkeiten Altersvorsorge für auszubildende

Für Auszubildende gibt es verschiedene Möglichkeiten eine Altersvorsorge zu starten.

Gesetzliche Rente Auszubildende

1. Die gesetzliche Rente:

Die gesetzliche Rente, ist wohl die üblichste Form der Auszubildenden Altersvorsorge. Wie hoch sie ist, hängt davon ab, wie viel Du in deinem Berufsleben verdient hast und wie lange Du gearbeitet hast. Die Beiträge dazu werden dir automatisch vom Lohn während der Ausbildung abgezogen. In der Regel sind das 19,9% deiner Ausbildungsvergütung, die in die gesetzliche Rente eingezahlt werden. Voraussetzung dafür ist, dass Du mehr als 325€ verdienst. Sie beruht auf dem “Generationenvertrag“. Darunter versteht man, das Du heute in die Rentenkasse einzahlst, finanzierst Du damit die Rente der Rentner und Rentnerinnen von heute. Das gleich gilt auch später wenn Du in vielen Jahren zum Rentner wirst. Dann werden andere Azubis für dich zahlen. Der demographische Wandel trägt dazu bei, dass es immer mehr Rentner und immer weniger junge Leute gibt, die für die Rentner zahlen. Das macht eine zusätzliche private Vorsorge für Azubis heutzutage unverzichtbar. Einen Anspruch auf die gesetzliche Rente hast Du in der Regel mit 67 Jahren. 

riester für auszubildende

2. Riester-Rente:

Bei der Riester-Rente wird die private Altersvorsorge für unter anderem auch Auszubildende gefördert. Das ganze funktioniert so: Du als Auszubildender investierst 4% deines Vorjahresbruttoeinkommens in einen Sparvertrag. Das müssen insgesamt mindestens 60 € pro Jahr sein. Dafür bekommst Du zusätzlich eine jährliche persönliche Förderung von 175 € vom Staat dazu. Wenn Du vor deinem 25 Lebensjahr als Berufseinsteiger eine Riester-Rente abschließt, kriegst Du einmalig noch 200 € dazu. Zusätzlich bekommst Du, wenn Du später einmal Kinder bekommst für jedes Kind noch einmal 300 € (nach 2008 geborene Kinder). Das Geld, was du in die Riester-Rente einzahlst wird außerdem in die Steuer genommen und Du zahlst weniger Steuern. Das Geld, was Du einzahlst, ist geschützt. Falls Du arbeitslos werden solltest und Arbeitslosengeld 2 oder Hartz IV beantragen musst, verändert sich deine Riester-Rente dadurch nicht. 

3. Private Rentenversicherung Für Auszubildende

3. Private Rentenversicherung

Die private Rentenversicherung kann mit oder ohne einer staatlichen Förderung abgeschlossen werden. Bei der Rentenversicherung wird ein Vertrag über eine fest vereinbarte Zeit monatlich einbezahlt. Diese Summe und die dazugehörigen Zinsen werden dir nach Ablauf der Laufzeit dann ausgezahlt. Dies kann mit einer Riester-Rente kombiniert werden. 


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4. Betriebliche Altersvorsorge

Durch das Betriebsrentengesetz ist dein Arbeitgeber, wie zum Beispiel dein Ausbildungsbetrieb dazu verpflichtet eine betriebliche Altersvorsorge einzurichten. Dabei gibt es die Möglichkeit zwischen Direkt- oder Pensionszusage, Pensionskasse, Pensionsfonds Unterstützungskasse oder Direktversicherung zu wählen. Außerdem gibt es noch die Entgeltumwandlung. Dabei verzichtest Du auf einen Teil deiner Ausbildungsvergütung, die dein Arbeitgeber für dich in die Altersvorsorge einzahlt. So fallen Steuer- und Sozialabgaben auf diesen Teil deines Gehaltes weg. Effektiv kannst Du so später also bis zu 40% mehr ausbezahlt bekommen.  Jedoch sinkt bei dieser Form der Altersvorsorge auch dein Anspruch auf  die gesetzliche Rente.

 

5. Arbeitnehmer-Sparzulage

Die Arbeitnehmer-Sparzulagen kannst Du beantragen, wenn Du zu den Geringverdienern zählst. Es ist dafür gedacht, dass Du Vermögen für deine Altersvorsorge ansparen kannst. Das Geld musst Du also entweder im Beteiligungssparen oder Bausparverträgen anlegen.

 

6. Vermögenswirksame Leistungen

Das sind Leistungen, die in deinen Tarifverträgen geregelt sind. Dabei kriegst Du zwischen 6€ und 40€ monatlich, die in einem Sparvertrag angelegt werden. Das Geld gehört jedoch offiziell zum Einkommen, wird also auch so versteuert.